Gender & Bildungsarbeit 2022

Clash! (Berlin, Deutschland), Gwennili (Quimper, France) und Association de la Voix de l´Enfant Rural (Medenine, Tunesia) organisieren gemeinsam eine Fortbildung zum Thema Gender Gerechtigkeit. Die Fortbildung ist für junge Arbeitnehmer:innen, ehrenamtlich Engagierte und/oder Studierende im soziokulturellen Bereich, im Fach sozialer Arbeit, Gender Studies und andere am Thema Interessierte angelegt. Ziel ist es, sich des strukturellen Sexismus und der gesellschaftlichen und politischen Aspekte bewusst zu werden, die Ungleichheit zwischen Frauen* und Männern* aufrechterhalten und bestärken.

Diese Aspekte sollen diskutiert und im interkulturellen Kontext dieses Projektes verglichen werden. Des Weiteren möchten wir einen Reflektionsprozess über die Frage anstoßen, wie Mechanismen, die strukturelle Ungleichheit verursachen, dekonstruiert werden können und welche Rolle Bildungsarbeit in diesem Prozess spielen kann. Wir werden den Teilnehmenden auch Methoden und Werkzeuge vermitteln, um diese Phänomene zu dekonstruieren und mit Situationen des Alltagssexismus in ihrer Arbeit und mit ihren jeweiligen Zielgruppen arbeiten zu können.
Die Fortbildung vermittelt Methoden der non-formalen Bildung.

Die Fortbildung wird in drei Phasen in Medenine (Tunesien), in der Bretagne (Frankreich) und Berlin (Deutschland stattfinden und wird finanziert durch das DFJW.

1. Phase: Medenine, Tunesien
2.bis 9. Februar 2022
2. Phase: Bretagne, Frankreich
3. bis 10. Juli 2022
3. Phase: Berlin, Deutschland
22. bis 29. oktober 2022

Zielgruppe:
Junge Arbeitnehmer:innen, ehrenamtlich Engagierte und/oder Studierende im soziokulturellen Bereich, Bildung, in sozialer Arbeit, Gender Studies etc., die in Deutschland, Frankreich oder Tunesien leben.

1. Phase: Medenine, Tunesien
2. bis 9. Februar 2022

Ziel dieser ersten Begegnung ist es, sich der eigenen Sozialisierung und Familiengeschichte sowie der gesellschaftlichen und politischen Aspekte bewusst zu werden (Gesetze, Darstellungen in den Medien, soziale Aspekte), die strukturelle Ungleichheit aufrechterhalten und reproduzieren. Der Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden untereinander und somit das Kennenlernen der Lebensrealitäten in Deutschland, Frankreich und Tunesien stehen im Mittelpunkt.
Natürlich werden die Teilnehmenden auch die Gelegenheit haben, Medenine zu entdecken! 

2. Phase: Bretagne, Frankreich
3. bis 10. Juli 2022

Ziel dieser Phase ist es, die Gründe für die strukturelle Ungleichheit besser zu verstehen und daraufhin dekonstruieren zu können. Mit Hilfe von non-formellen Methoden werden wir erleben und reflektieren, wie sozio-kulturelle Arbeit und Bildungsarbeit zu diesem Prozess beitragen kann. Wie bereits in Medenine, werden wir uns auch mit dem interkulturellen Kontext des Themas beschäftigen. Die Gruppe wird auch die schöne bretonische Küste genießen können!

3. Phase: Berlin, Deutschland
22. bis 29. oktober 2022

Während der dritten Phase steht das Erarbeiten von Methoden und Tools der non-formalen Bildungsarbeit im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Teilnehmenden Methoden an die Hand zu geben, die sie später in ihren Betätigungsfeldern verwenden können, um einen Reflektionsprozess über Gender-(Un)Gerechtigkeit bei ihren jeweiligen Zielgruppen anzustoßen. Wir werden verschiedenste Methoden ausprobieren, reflektieren und diskutieren, in wie weit wir diese in unserer Arbeit anwenden können.

Teilnahmebeitrag pro Projektphase:

Wir arbeiten mit einer fairen Preissetzung – basierend auf Ihrer finanziellen Situation.

Ermäßigter Preis: 150 Euro
Für Personen, die gerne an dem Projekt teilnehmen möchten, jedoch nicht den kostendeckenden Preis zahlen können.

Kostendeckender Preis: 200 Euro

Soli-Preis: 250 Euro
Für die Finanzierung vergünstigter Teilnahmen/Soli-Preis für Personen, die mehr zahlen können und wollen, in Solidarität mit denjenigen, die weniger zahlen und das Team und die Partnerorganisationen unterstützen möchten.

Dieser Preis beinhaltet:

  • Übernachtungen;
  • Programmkosten;
  • Versorgung;
  • Reisekosten bis zur Höhe des vom DFJW finanzierten Betrags;

Eine zusätzliche Reiseversicherung ist obligatorisch (und wird nicht erstattet).

Für geimpfte und/oder genesene Personen wird die Erstattung der Reisekosten und der Teilnahmegebühr im Falle der Nichtteilnahme und/oder der Annullierung des Projekts aufgrund der Corona-Maßnahmen (in Tunesien, Frankreich und/oder Deutschland) garantiert. Teilnehmenden ohne Impfung und/oder Genesenen Status nehmen auf eigenes Risiko teil.

Wir bitten um eine Anzahlung von 75,- bei der Anmeldung (online zu bezahlen) und der Restbetrag sollte vor Projektbeginn überwiesen werden.

November 24, 2021